Lohnsteuer Grenzen individuell ausnutzen

Das Steuerrecht ist für die meisten Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. Unsicherheiten über Lohnsteuer Grenzen bestehen dabei vor allem für Geringverdiener, Studenten und Arbeitnehmer, die erst Laufe des Jahres ihren Job angetreten haben.

Generell beträgt der Freibetrag für Alleinstehende 7.664 Euro pro Jahr. Wer weniger verdient, bleibt vom Fiskus verschont. Wer mehr verdient, muss zahlen. Allerdings: Bei Verheirateten verdoppelt sich die Summe. Paare können also innerhalb ihre Einkommen so verteilen, dass einer deutlich über der Grenze liegt, während der andere nur geringfügig arbeitet. Steuerlich bleiben dennoch beide geschont.

Sobald das jährliche Einkommen die magische Grenze überschreitet, kassiert der Staat mit. Anfangs erst behutsam, mit steigendem Verdienst langt er jedoch kräftiger hin. Derzeit liegt der Eingangssteuersatz zum Beispiel bei 15%. In gestaffelten Schritten geht es dann weiter, bis bei einem Einkommen von 52.152 Euro der Höchstsatz von 42% erreicht ist. Der Grundfreibetrag von 7.664 Euro bleibt jedoch in jedem Fall von der Steuer unangetastet.

Um sich einen Überblick zu verschaffen, gibt es im Handel oder online sogenannte Lohnsteuertabellen, aus denen sich die Steuerlast für jede Einkommenshöhe und Steuerklasse exakt ablesen lässt. Die Intervalle der Einkommensgrenzen sind dabei sehr klein, so dass die Steuerlast ebenfalls in kleinen Stufen zunimmt. Künftig wird sich dies vielleicht ändern. Die Politik erwägt, hier sehr viel größere Schritte einzuführen, kombiniert entsprechenden Sprüngen in den Steuersätzen.

Da der persönliche Steuersatz über die Höhe der Forderungen bestimmt, ist es vorteilhaft einen niedrigen Prozentrang anzustreben. Wer die Lohnsteuer Grenzen beachtet, kann geschickt seine Steuerlast senken: Viele Ausgaben lassen sich komplett abziehen. Selbst bei Bruttolöhnen von über 10.000 Euro kann man zum Beispiel durch Arbeitnehmerpauschbetrag (920 Euro), Sonderausgaben (36 Euro) und Vorsorgepauschale (2140 Euro) die Grenzen leicht unterschreiten. Wer mehr als die üblichen Pauschbeträge geltend machen möchte, muss dem Finanzamt allerdings Rechnungen vorlegen. Bild : © Thorben Wengert / pixelio.de

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